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Paddeln auf
dem Fluß |
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Diese
Informationen richten sich in erster Linie an Paddler, die
keine Erfahrungen mit Fliesswasser haben. In vereinfachter
Darstellung zeigen wir Ihnen, wie sich das Wasser in einem
Fluss verhält und wie Sie sich am sichersten auf langsam
fließendem Wasser bewegen. Die Tips zeigen keine korrekte
Paddeltechnik für Fließ- oder Wildwasser, sondern bieten
"Problemlösungen", die einsteigergerecht und schnell
umsetzbar sind. Es geht hier ausschließlich um langsam
fließende Gewässer, die noch von weniger erfahrenen Paddlern
sicher befahren werden können. |
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Als Anfänger
sollten Sie auf keinem Fall auf Flüssen unterwegs sein, die
deutlich schneller fließen, als Sie paddeln können. Tragen
Sie auf jeden Fall Ihre Schwimmwesten.
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Wie fließt das
Wasser?
Um sicher auf
einem Fluss unterwegs zu sein, sollte man Kenntnisse davon
haben, wie das Wasser fließt. Dieses Wissen nutzt, um nicht
der Strömung hilflos ausgeliefert zu sein, statt dessen den
Fluss kontrolliert paddeln zu können.
Ist eine
glatte, hindernisfreie Fahrt gegeben, kann man mit dem Kanu
möglichst in der Hauptströmung bleiben und sich so das
Vorankommen erleichtern. Wichtig ist eine möglichst
vorausschauende Fahrweise, um eventuelle Hindernisse
frühzeitig zu erkennen.
Hinter
Hindernissen (Kurve der Uferlinie, Steine, Brückenpfeiler
usw.) können sich so genannte Kehrwasser bilden. An diesen
Stellen fließt der Fluss erst an einem Hindernis vorbei,
dahinter entsteht dann eine gegenläufige Strömung zum
Hindernis hin. Bei sehr schneller Strömung bedarf es einer
speziellen Technik (Einfahrt ins Kehrwasser), um diese
Punkte anzufahren, die dann als "Parkplätze" dienen können.
Beherrscht man diese Technik nicht, sollte man vermeiden, in
diesen Bereich einzufahren. Aber auch, wenn man nicht in der
Lage ist, ein Kehrwasser anzufahren kann man viele Stellen
mit langsam fließenden oder gar stehendem Wasser nutzen, um
anzuhalten, sich zu orientieren usw. Wichtig ist, auf den
Verlauf der Strömung zu achten und die Stellen mit langsamer
Strömung oder stehendem Wasser zu erkennen, um diese bei
Bedarf anfahren zu können.
In
Außenkurven ist fließt das Wasser in der Regel am Rand
schneller, während die Strömung auf der Innenseite gering
oder oder das Wasser steht. Hier ist das Wasser oft flach,
während das Wasser außen deutlich tiefer ist. Auf geraden
Flussabschnitten findet man die schnellste Strömung in der
Mitte. Größere Ströme (Oder, Elbe) weisen in Uferbereichen
oft Buhnen auf, das sind kleine "Dämme", die ein Stück in
den Fluss ragen, um die Strömung in der Flussmitte zu
halten. Hinter diesen Buhnen steht das Wasser dann auch, es
gibt also reichlich "freie Parkplätze".
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Ablegen und
Anlegen
Zum An- und
Ablegen sucht man sich nach Möglichkeit eine Stelle mit
stehendem oder langsam fließendem Wasser.
Am einfachsten
uns sichersten funktionieren diese Manöver, wenn man sich
wie in nebenstehender Skizze verhält. beim Ablegen fährt man
schräg gegen den Strom, läßt sich dann von der Strömung
drehen und "mitnehmen". Beim Anlegen dreht man das Kanu
rechtzeitig und fährt "gegen die Strömung" ans Ufer.
Ist man
gezwungen, in der Strömung Ein- und Auszusteigen, muß der
Platz stromauf im Kanu zuerst besetzt werden und beim
Aussteigen zuletzt verlassen werden. Die Bootsspitze, die
Stromauf zeigt, muß besonders nah am Ufer liegen und gut
gesichert sein. |
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Wehre und
ähnliche Hindernisse
Wehre und
ähnliche Anlagen werden 100%ig nicht befahren, auch
wenn diese vielleicht relativ harmlos wirken. Auch bei einer
geringen Fallhöhe können diese Anlagen tödliche Rückläufe
bilden. Informieren Sie sich in der Karte vorab über Wehre
im Flusslauf, nähern Sie sich diesen vorsichtig, landen sie
rechtzeitig an. Auf gängigen Kanurouten gibt es meist
beschilderte Ein- und Ausstiegsstellen an Wehren, oder man
erkennt diese an der Uferbeschaffenheit. |
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Einem
Hindernis ausweichen
Viele Paddler
ohne Flusserfahrung vergessen oder unterschätzen die
Strömung. Beim Steuern richten sie ihr Boot so aus, wie sie
es auf stehendem Wasser machen würden. Da kann es dann beim
Ausweichen von Hindernissen eng werden, viel enger, als
anfangs gedacht, weil die Strömung ja das Boot auch noch
bewegt.
Man sollte
immer daran denken, daß sich das Wasser auch unter dem Boot
auf das Hindernis zu bewegt. Daher ist es ratsam, immer sehr
"großzügig" auszuweichen, wie es in der Skizze mit der
gelben Linie dargestellt ist.
Speziell an
massiven Hindernissen, wie Brückenpfeiler, Fundamente oder
ähnlichem, die auch deutliche Kehrwasser bilden darf man
nicht "versehentlich" in diese einfahren, da man beim
Überfahren der Verschneidungslinie auch kentern kann, wenn
die Strömungsverhältnisse flott genug sind. Diese Linie ist
der Grenzbereich, wo Hauptströmung und die gegenläufige
Strömung des Kehrwassers (siehe oben) aneinander fließen.
Also lieber Abstand halten und gerade durchfahren. |
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Baumhindernisse
Dort wo die
Natur noch Naturbelassen ist, stürzen auch mal Bäume ins
Wasser und können Hindernisse für Paddler bilden. Das
Hauptproblem an den Bäumen liegt darin, daß die Strömung
ungehindert durch den Baum läuft, nicht umgelenkt wird und
der Baum für Paddler aber so eine Art "Rechen" bildet. Wenn
Bäume in flotter Strömung im Wasser liegen, ist Respekt und
Vorsicht notwendig. Die Strömung zieht durch das Hindernis,
man sollte vermeiden, mit der Strömung vor oder in den Baum
gedrückt zu werden. Rechtzeitiges Ausweichen ist notwendig,
notfalls anlegen und eine freie Durchfahrt prüfen. Mitunter
hängen nur dünnere Zweige oder Äste im Weg, dann kann man
sich auch durchtreiben lassen. Nie darf man sich an Ästen
oder Zweigen festhalten oder mit dem Paddel die Äste
"abwehren". Am besten Kopf einziehen und durchtreiben .... |
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